München/ Grünwald – Was kostet die Erde? Eine 90-minütige Filmdokumentation zieht eine beeindruckende Bilanz. Unterm Strich steht: 5,4 Billiarden Euro.

Wie in einem riesigen Selbstbedienungsladen greifen die Menschen zu. Fossile Brennstoffe wie Öl und Gas, Holz, Gestein, edle und unedle Metalle, seltene Erden, Nahrungsmittel und natürlich Wasser. Obwohl eine großzügige, kostenlose Gabe der Natur, werden diese Schätze in Geld aufgewogen, gefördert, gezüchtet, verarbeitet und gehandelt. Es ist ein weltweites Tauschgeschäft, bei dem die Menschen nehmen, aber nichts zurückgeben.

Fossile Brennstoffe wie Erdöl und Gas schlagen mit 546 Billionen Euro zu Buche, wobei Saudi Arabien auf der größten Schatzkammer mit noch 260 Milliarden Barrel des schwarzen Goldes sitzt. 10,5 Millionen werden hier jeden Tag gefördert. Auch die 400 Milliarden Bäume, von denen es rund 10.000 Arten gibt, stellen einen stattlichen Wert dar. Ganze 200 Billionen Euro werden dafür veranschlagt.

Granit und Kalkstein, Marmor und Schiefer bilden das Gesteinsguthaben mit 70 Billionen Wert. Die weltweit 500 Milliarden Tonnen Granit finden sich überwiegend in China, Indien und Brasilien. Spanien ist größter Kalksteinproduzent. Das Monopol für seltene Erden wie Coltan und Thulium hat mit 97 Prozent Anteil eindeutig China. Auf 18 Billionen Euro wird deren Gesamtwert geschätzt.

Mit einer geradezu bescheidenen Billion Euro erscheinen in der Inventurliste die Lebensmittel von Mais, Reis, Weizen, Fisch und Fleisch. 1,3 Milliarden Rinder, die fast die Hälfte des angebauten Mais verdauen, sind 127 Milliarden Euro wert. 142 Millionen Tonnen Fisch in den Weltmeeren bringen 146 Milliarden Euro.

Wichtigstes und mit 4,3 Billiarden Euro teuerstes Gut auf dem Planeten Erde ist Süßwasser. 10 Millionen Kubikkilometer sollen es im Erdmantel, in Flüssen und Seen sein. Der größte überirdische Speicher ist der Baikalsee. Interessant ist der tägliche Wasserverbrauch der US-Amerikaner: 15 Milliarden Hektoliter täglich. Pro Kopf sind es 375 Liter. Ein Bundesbürger verbraucht in dieser Zeit 121 Liter. Auch nicht gerade wenig.

Kurzum: Wasser lässt sich nicht annähernd mit Gold aufwiegen, das übrigens zusammen mit Silber nur 11 Billionen zum Gesamtwert unserer Erde beisteuert. Ein Klacks.

Die DVD „Was kostet die Erde?“ erscheint bei Der Wissens-Verlag, Komplett-Media und kostet € 19,95. www.der-wissens-verlag.de