Presseinformation – FREITOD – Selbstbestimmtes Lebensende oder Straftat? München / Grünwald – Mobile Sterbehilfe-Teams und eine Freitod-Klinik in Den Haag stehen ab diesem Jahr in Holland Menschen zur Seite, die ihrem Leben aus eigenem Willen ein Ende setzen wollen. Beide Initiativen gehen von der Niederländischen Vereinigung für ein freiwilliges Lebensende (NVVE) aus und sollen einen würdevollen und schmerzlosen Freitod ermöglichen.

Die liber9783831203840-212x300ale Sterbehilfe-Politik im Nachbarland trifft in der Bundesrepublik auf scharfe Kritik:
Laut bayerischer Justizministerin Beate Merk ist es „ethisch unvertretbar, mit der Ausweglosigkeit verzweifelter Menschen selbst dann noch Geschäfte zu machen, wenn man ihnen nicht mehr als den Tod zu bieten hat.“ Auch hierzulande sei dies leider Praxis, weshalb sie ein strafrechtliches Verbot fordert.

Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Hospiz-Stiftung, sprach von einem „neuen menschenverachtenden Angebot.“ „Wir wollen den Tod zulassen, wenn die Zeit da ist, aber nicht zuteilen“, sagte auch Bundesärztekammer-Chef Frank Ulrich Montgomery.
In Deutschland suchten im Jahr 2010 10.021 Menschen den Freitod, 10 bis 15 Mal so hoch ist die Zahl der versuchten Selbsttötungen. Die Zahl der Männer, die sich das Leben genommen haben ist dabei mehr als drei Mal so hoch wie die Zahl der Frauen. Besonders hoch ist die Suizidrate unter Medizinern und Pharmazeuten.

Ein selbstbestimmtes Lebensende stand zu allen Zeiten und Kulturen zur Diskussion. Der römische Staatsmann und Philosoph Seneca schrieb: „Die Vernunft rät uns, wenn es angeht, nach unserer Wahl zu sterben.“
Jean Paul Sartre war anderer Meinung: „Der Selbstmord ist eine Absurdität, die mein Leben im Absurden untergehen lässt.“
Jean Améry sprach sich für den Freitod als “ein Privileg des Humanen“ aus.
Nein, sagt der Psychologe James Hillman, „Selbstmord ist Tod – und der ist der Feind.“

Klaus Kamphausen, der Autor des Sachbuches „Ich bringe mich um! – Leben ist (k)eine Alternative“ fasst seine Recherchen so zusammen: „Der Tod ist Teil des Lebens. Das soll für den Menschen frei und selbstbestimmt sein. Warum dann nicht auch der Tod? Diese letzte und schwerste Entscheidung gilt es, in einer Gesellschaft respektvoll zu begleiten. Ein Sprung von der Brücke, der Strick oder eine Kugel in den Kopf sind sicher die schlechtesten aller Auswege – stehen aber in der Freitod-Statistik ganz oben.“
Sein Buch „Ich bringe mich um!“ fasst zusammen und gibt einen Überblick. Es ist im Buchhandel oder direkt beim Verlag Komplett-Media erhältlich: www.der-wissens-verlag.de;
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